Zündholzfabriken in Hitdorf am Rhein - FITZEN


Die größte Fabrikationsstättte war die ZÜNDWARENFABRIK  JOHANN MICHAEL FITZEN, Fabrik zur Herstellung und dem Vertrieb von Zündhölzern, die im Jahr 1843 gegründet wurde.
Ursprünglich war J.M. Fitzen, *1806, der aus Dülken (heute ein Stadtteil von Viersen, nahe Mönchengladbach) stammt, ein Landwirtssohn, der das Buchdruckerhandwerk erlernte. Nach seiner Heirat 1833 ließ er sich als Schreibwarenhändler in Hitdorf nieder. Die Firma Steingaß belieferte ihn, zwecks Ergänzung seines Sortiments, mit Zündhölzern. Der gute Absatz der Hölzer veranlasste ihn, eine eigene Produktion aufzunehmen.
Nach dem Tod des Firmengründers im Jahr 1879 wurde die Leitung des Betriebes von seinem Sohn Johann Stephan Fitzen übernommen.
1948 ging die Leitung, dessen Aufgabenstellung sich von der Herstellung des Holzdrahtes über die dazu gehörende Schachtel bis hin zum Vertrieb derselben erstreckte, auf die Brüder Paul und Ernst Fitzen über.

1970 entschlossen sich die Gebrüder, ihre Fabrik zu verkaufen, um den sich damals schon anbahnenden Verfall des deutschen Zündholzmarktes zu entgehen.
Die Firma J.M. Fitzen bestand über 125 Jahre. Der Eintrag ins Handelsregister wurde am 05. Januar 1972 gelöscht.

Warenzeichen: Doppelköpfiger Adler, Wehr-Hölzer, Adler über JMF, Dom-Marke, Rhein-Hölzer, Marke Fix.
Steuernummern: 252, 267, 290, 302, 323 

Das nachstehend abgebildete Etikett WEHRHÖLZER SIND TRUSTFREI mit der Steuernummer 252 ist auf der Rückseite mit dem Etikett WEHRHÖLZER GLÜHEN NICHT NACH und der Steuernummer 290 bedruckt.

 

Quellen:
Historische Akten des Hauptstaatsarchivs zu Düsseldorf

Privatarchiv und Sammlung Wolfgang Brauer