Ausgrabungen von Salon-Zündholzdosen


 

SALON-ZÜNDHOLZDOSEN
der Zündholzfabrik FLORIAN POJATZI in Deutschlandsberg/
Steiermark (Styria)
Austria

 

         
Ende des 19. Jahrhunderts erfreuten sich runde Salon-Zündholzdosen relativ großer Beliebtheit. In erster Linie beschäftigten sich die damals im Gebiet der K.u.K.-Monarchie führenden Zündholzfabrikanten mit der Produktion dieser Spezialsorte.
 
 

 
Grabfund
 
Der Ägyptologe Prof. Erhart Graefe  von der Universität Münster in Westfalen wandte sich an Silke Eilers, da er bei einer Ausgrabung unter anderem eine Kerzenschachtel anno 1878 und eine runde Schachtel von Pojatzi fand. Ein Ausgräber/Grabräuber, wie auch immer, hat wohl eine derartige Schachtel dort Ende des 19. Jahrhunderts weggeworfen.
Frau Eilers beschrieb mir die Zündholzdose mit einer Art „Haremsbild“, das eine Frau mit einem Tischchen, auf dem sich ein Krug, ein Glas und eine Schale mit Früchten befinden, zeigt.
Anhand meines Privatarchivs konnte ich folgendes ermitteln:
Das gesuchte Etikett wird in der Zusammenstellung von Franz Kitzhofer beschrieben.
„Vor einer auf der Ottomane im Negligé ruhenden Frau, welche den Kopf auf den rechten Arm gestützt hält, steht ein mit Früchten und Getränken beladener Tisch. Die Firmatafel ist oval und an einem blauen Vorhange angebracht.“
Die Erneuerung dieses Etikettes erfolgte am 3. Juni 1890. Die Registrierung des Ursprungsetiketts mit einem „schwarz straffirtem Vorhange“ war im Jahr 1878.

 

     

 

 Wolfgang Brauer 
 
Quellenangabe:
Elektronische Nachrichtenversendung zwischen Frau Dr. Silke Eilers und Wolfgang Brauer (Aug. 2008).
Dr. Eilers, Ahlen/Westfalen, ist eine Historikerin, die mit dem HANDBUCH DER PHILLUMENIE erstmalig
eine bildkundliche Untersuchung von Zündholzetiketten als historische Quelle verfasste.
 
Zusammenstellung von Franz Kitzhofer, Wien, Erstausgabe Dezember 1985,
Band 1/a 1871-1880, FLORIAN POJATZI
 
Privatarchiv Wolfgang Brauer